Sozialdemokratische Partei Deutschlands - Ortsverein Dachau

SPD Dachau lehnt Transrapidstrecke ab und fordert Stadtumlandbahn für Dachau

Verkehr

Pressemitteilung: Die Dachauer SPD spricht sich gegen den Bau des Transrapids aus.

Grundsatz aller politischen Entscheidungen muss die Zweckmäßigkeit der Mittelverwendung sein. Für Dachau bedeutet dieses Entscheidung die Bindung von Geldern, die die Entwicklung des Nahverkehrs auch für Dachau gefährden. Die geplante Transrapidtrasse bindet erhebliche Mittel und ermöglicht nur die Verbindung zum Flughafen. Wer aber aus dem Landkreis Dachau in den Landkreis München will, ist wie bei Verbindungen in den Münchener Norden (Allianzarena, BMW) immer noch auf S-Bahn und Regionalbahn in das Stadtzentrum München und mehrmaliges weiteres Umsteigen angewiesen.
Die Alternative dazu ist die Stadtumlandbahn Dachau – Messe München. Die Stadtumlandbahn von Dachau über den Münchner Norden bis zur Messe München bietet für Dachau Entwicklungschancen und Entlastung vom Durchgangsverkehr. Gäbe es eine schnelle Busverbindung oder gar eine Regionaltram mit einer Fahrzeit unter 20 Minuten von Dachau über Karlsfeld nach Feldmoching oder Schleißheim, wäre der Zeitgewinn des Transrapids bereits aufgeholt. Die Verbindung zum Flughafen via S1 wäre genauso flott und mit weniger Umstand zu erreichen.

Eine Stadtumlandbahn (SUB) verknüpft Schienenverkehr in der Region mit dem Straßenbahnnetz. Vorreiter für diese Technologie und Konzeption ist die ehemals bayerische Pfalz sowie das nördliche Baden - Württemberg. Ausgehend von Karlsruhe fahren Trambahnen hier auch auf Bahnlinien in der Region - mit Erfolg und vielfältigen Innovationen. 10 Jahre vor ICE und TGV war die Stadtumlandbahn in der Lage, verschiedene Strom und Betriebssysteme ohne merklichen Übergang zu benutzen. Mittlerweile umfasst das Stadtumlandbahnnetz Karlsruhe eine größere Fläche als der MVV und verknüpft auch S-Bahnen im Umfeld.
Karlsruhe hat vorgemacht, wie eine hierzulande, vor etwa 25 Jahren konzipierte Technik, weltweit (als "Tram-Train") Aufsehen und Verkaufserfolge erzielen kann. Die SUB ist flexibler und kostengünstiger als Regional- und S-Bahn, sie ist attraktiver und leistungsfähiger als Bus oder Transrapid.
Im Vergleich: Investitionskosten um 2 Milliarden Euro für 37 km (~ 50 Millionen pro km) nur für die Münchener Strecke beim Transrapid. Stadtumlandbahnen liegen beim Neubau zwischen 5 und 9 Millionen € pro Kilometer.

D.h. wenn man die mögliche und sinnvolle Aufrüstung existierender Strecken mit einbezieht, ließen sich für 2 Milliarden Euro ein Stadtumlandbahnnetz von 300 -400 km aufbauen. Damit wären nicht nur Dachau oder die Messe zu verbinden, das reichte für ein komplettes Netz im erweiterten Münchener Umfeld samt einer Anbindung von Garmisch und Rosenheim. Ein Großteil der Finanzierung wäre über die Bundesförderung möglich, mit einem Brennstoffzellenantrieb (spart die Oberleitung in der Region) wären auch zusätzliche Forschungs- und Innovationstöpfe anzuzapfen.

Eine Dachauer Stadtumlandbahn als Pilotstrecke zur Messe München könnte so zwei Endpunkte mit hohem internationalen Besucherverkehr mit vier S-Bahnen, mehrere davon zum Flughafen, 4 U-Bahnen und drei Tramstrecken verknüpfen. Auch die Erholungsmöglichkeiten, Industriegebiete und Arbeitsplätze, die Seen und Schlösser, Forschungszentren, Sport-, Medien und Messestandorte sowie wären so viel direkter als bislang zu erreichen.

Allerdings wurde bislang die Trasse in München über eine Güterbahnstrecke vorgesehen (DB-Nordring), die für den ÖPNV ungeeignet ist.

Wir setzen uns dafür ein, eine attraktivere Strecke anzugehen– entweder als "Umlandbahn" über den Landkreis München (Schleißheim – Unterföhring) oder als "Stadtumlandbahn" über Karlsfeld den hohen Münchener Norden (via Rathenaustraße / Heidemannstraße) anzubinden und in Unterföhring oder der Parkstadt Schwabing in das Münchener Tramnetz einzufädeln.

Unser Ziel ist der Schnellbus jetzt und künftig eine Stadtumlandbahn für Dachau. Wir sind uns bewusst, dass dies ein Zeit braucht. Schienengebundene Verkehrsmittel sind verlässlicher und attraktiver als Busse. Taube auf dem Dach ist daher die Stadtumlandbahn, womöglich mit Brennstoffzellenantrieb und einer künftig auch möglichen Einbindung der Ludwig-Thoma-Bahn in den Stadtverkehr Dachau. Spatz in der Hand wäre eine Expressbuslinie zwischen Dachau und Unterföhring.

Dies zeichnet die künftige Stadtumlandbahnpilotstrecke vor und ermöglicht eine angepasste Streckenführung und Trassierung.

Dafür setzen wir uns im Interesse der Zukunft Dachaus ein und werden dies bei sich bietender Gelegenheit auch öffentlich vorstellen: Der Transrapid wird aus Dachauer Perspektive bereits von einem Bus abgehängt, das Projekt Transrapid München ist technologisch und kommerziell Unfug und schadet unserer Stadt wie dem Landkreis Dachau mehr als er je Nutzen bringen könnte.

 
 
 

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