Sozialdemokratische Partei Deutschlands - Ortsverein Dachau

Landkreis Jusos für ein umfassendes Asylkonzept

Arbeitsgemeinschaften

Der Juso-Unterbezirk Dachau fragte in einer Pressemitteilung, was denn Dachau/Kufsteiner Straße von anderen Unterkünften für AsylbewerberInnen unterscheidet.

Wir [der Juso-UB Dachau] möchten auf unsere Pressemitteilung vom 03.05.2009 hinweisen, in der wir gemeinsam mit den Jusos Dachau Stadt den untragbaren Zustand deutlich machten, dass nicht einmal vier Kilometer von der KZ-Gedenkstätte Dachau entfernt eine Unterkunft für AsylbewerberInnen besteht, die wenig mit Menschenwürde zu tun hat.

In diesem Zusammenhang begrüßen wir das Bestreben von ein paar VertreterInnen der CSU – wenn auch nur in diesem Landkreis – und von Herrn Seidenath, diese Unterkunft aufzulösen. Die Nähe der Gemeinschaftsunterkunft zu der Gedenkstätte ist allerdings mehr als nur eine „ungute Situation“; solche Worte sind unserer Ansicht nach nichts als Schönrednerei. Des weiteren wäre es ziemlich bitter, wenn allein diese spezielle Situation in Dachau zu einer Auflösung der Unterkunft führen würde: Schließlich gibt es in ganz Bayern solche Behausungen. Was unterscheidet sie denn von Dachau? Bliebe das Vorhaben, sofern es erfolgreich ist, „bayernweit einzigartig“, so wäre das eine nicht zu rechtfertigende Ungleichbehandlung der restlichen Flüchtlinge.

Natürlich wäre es schon einmal ganz gut, wenn es den Mitmenschen in den Baracken an der Kufsteiner Straße ermöglicht würde, in Privatwohnungen umzuziehen. Genauso klar ist aber, und hier stimmen wir dem Arbeitskreis Asyl voll zu, dass damit sicherlich nicht alle Probleme vom Tisch sind. Wir fordern die Verantwortlichen in Stadt und Landkreis Dachau auf, endlich zu begreifen, dass Integration keine Einbahnstraße ist. Wie oft muss man eigentlich noch erklären, dass Asylbewerberinnen und Asylbewerber oft gar nicht in der Lage sind, von sich aus das zu leisten, was viele in unserer Gesellschaft von ihnen erwarten? Das Erlernen unserer Sprache, die Arbeitssuche und die Bewegungsfreiheit werden beispielsweise noch viel zu wenig unterstützt. Jeder Deutsche, jeder Bayer, jeder Dachauer erwartet im Ausland ein solches Verständnis, und er/sie wurde noch nicht einmal politisch verfolgt oder ähnliches.

Schließlich bleibt noch die finanzielle Seite der Diskussion. Es ist ein Argument, dass Sammelunterkünfte teurer sind als Einzelunterbringung, aber kein wirklicher Grund, wenn es sich der Freistaat leisten kann, aufgrund fataler Fehlentscheidungen etwa 3,7 Milliarden Euro in den Wind zu schießen. Was wir heute sehen, ist das Resultat von Jahrzehnten verfehlter Asylpolitik, das mit vergleichsweise kleinem Aufwand korrigiert werden könnte. Diese Last trägt so manche/r SteuerzahlerIn sicher lieber als die Folgen diverser Finanzabenteuer.

 
 
 

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